Es soll warm werden (nicht nur ums Herz)

ein Haus im Wandel der Zeit

Es soll warm werden (nicht nur ums Herz)

Hallo lieber Leser,

Renate und ich sitzen gerade im Garten und sprechen über unser gestriges Gespräch mit unserem Heizungsbauer.

Unser Ziel ist es, Faßbach´s mit einer möglichst ressourcenschonenden, und effizienten Heizungsanlage auszustatten. Am Liebsten wäre uns, wenn wir völlig unabhängig von Energieversorgern wären. Allerdings mussten wir schon feststellen, dass das heutzutage noch nicht so ganz realisierbar ist.

Ich hatte mit einer Erdwärmepumpe geliebäugelt, die mittels einer Photovoltaikanlage gespeist wird.

Praktisch gesehen, haben wir nunmal einen Bestand, in dem sich für eine Wärmepumpe keine sinnvolle Bohrmöglichkeit in Hausnähe finden lässt (nicht zuletzt, da wir hier sehr „steinreichen“ Boden haben). Also musste eine andere Lösung her.

Unseren Heizungsbauer haben wir im letzten Jahr auf der „Paderbau“ (eine Baumesse in Paderborn) kennengelernt. Die von ihm angebotene „Solvis“ Heizungsanlage hat unsere Aufmerksamkeit geweckt, da zum einen ein Gas-Brennwert-Heizelement direkt in den Pufferspeicher integriert ist und somit dieser besonders effizient aufgeladen werden kann. Zum anderen ermöglicht die Solvis-Schichtenladungstechnik die Speisung des Puffers mit anderen Wärmequellen, wie z.B. mit Solarthermie oder einen Holzofen mit Wassertasche.

Genau so sah auch das erste Angebot über eine Solvis-Anlage für Faßbach´s aus: Eine Solvis-Anlage mit 750 Litern Pufferspeicher und Gas-Brenner in Kombination mit Solarthermie und einem „Wallnöfer Königspitze“ Holzofen (zu letzterem weiter unten mehr).

So ganz waren wir jedoch noch nicht von unserer Wärmepumpenidee abzubringen, sondern haben nach Alternativen in diese Richtung gefragt. Optimalerweise in Kombination mit Photovoltaik, um den Strom für die Wärmepumpe selbst zu erzeugen.

Eine Luftwärmepumpe würde jedoch bei niedrigen Außentemperaturen vermutlich nicht mehr genug Wärmeenergie liefern können, um noch damit heizen zu können. Eine Nutzung wäre also nur sinnvoll im Sommer möglich, oder man müsste elektrisch „nachhelfen“. Dafür war unseres Erachtens jedoch der Aufwand (die Investition) zu groß. Als Alternative wurde uns daher eine „Mini-Wäremepumpe“ angeboten. Diese „zieht“ Wärme aus dem Haus, um damit den Pufferspeicher zu beladen. So kann im Sommer darüber ausreichend Wärme gesammelt werden, um das Warmwasser zu erzeugen und der Gasbrenner kann aus bleiben. Der für die Wärmepumpe erforderliche Strom wird über eine Photovoltaik auf Haus 3 erzeugt, wobei die Überschüsse für den Eigenbedarf oder auch eine Einspeisung ins Netz genutzt werden können. Im Winter erfolgt die Aufheizung vorwiegend durch den Gasbrenner und den Holzofen. Und die Photovoltaik liefert (wenn auch weniger) trotzdem Strom. 🙂

Bei der „Wallnöfer Königspitze“ handelt es sich um einen Holz-Vergaserofen mit zwei Sichtfenstern und einem echt coolen Flammenbild. In der Basisversion liefert er knapp 15 KW Heizleistung bei einem Wirkungsgrad von 93%! Dabei werden 70% der Wärme in den Pufferspeicher der Solvis geleitet und stehen somit im gesamten Heiz-/Warmwasser-Kreislauf zu Verfügung. In unseren Augen eine tolle Abrundung des Konzeptes.

Jetzt bleibt nur noch zu klären, ob wir im alten Stadtkern von Schloß Neuhaus Photovoltaik auf´s Dach bringen dürfen (unsere Architektin klärt das für uns).  Wir gehen jedoch davon aus, dass das in der heutigen Zeit kein Problem darstellen dürfte, da Energieeinsparung ja auch staatlich gefördert wird. Wäre ja sonst widersinnig. 🙂

Wir suchen jetzt noch nach einer „schönen aber bezahlbaren“ Lösung für die Photovoltaikanlage. Wir hatten schon einmal von den Glaswerken Arnold transparente Photovoltaikmodule gefunden. Mit diesen hätten wir neben der Stromerzeugung auch das „Problem“ der Verschattung unseres wintergartenähnlichen Treppenhauses gelöst. Leider werden diese nicht mehr produziert, und vergleichbare Lösungen haben wir (bisher) noch nicht gefunden. Habt ihr da Ideen?

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